Laufzeit

1947 - 1965

Umfang

0,10 lfm (2 AE)

Findmittel

Findbuch

Inhalt

Leuchtstoff-Werk, Volkseigener Betrieb, Bad Liebenstein, Ernst-Thälmann-Straße

Als Leuchtstoff werden allgemein feste Stoffe bezeichnet, die Lumineszenz zeigen und dadurch zur Herstellung von Leuchtröhren, Radioröhren, Röntgenschirmen, Fernsehapparaten, Leuchtfarben, in der Uhrenindustrie, Fototechnik usw. unbedingt notwendig sind.

Der ehemalige Betrieb Leuchtstoffwerk Steinbach ist im Mai 1948 aufgelöst worden. Eine andere nennenswerte Fabrikation dieser Art bestand zu diesem Zeitpunkt in der Sowjetischen Besatzungszone (SBZ) nicht.

Mit Beschluss der Neugründung der Firma in Bad Liebenstein am 31. August 1948 wurden Herr Bruno Birth, Leiter des Industrieamtes, als Treuhänder des Kreises Meiningen und Herr Dr. Witzmann als vorläufiger Betriebsleiter eingesetzt. Der VEB "Leuchtstoff" wurde der Vereinigung Volkseigener Betriebe (VVB) Papier/Chemie Thüringen in der Landesebene angegliedert.

Walter Römhild (* 16.12.1928 in Breitungen/Werra), bereits Chemielaborant im Leuchtstoffwerk Steinbach, war bis 30. September 1949 stellvertretender Betriebsleiter und vom 1. Oktober 1949 bis 31. Mai 1950 als Betriebsleiter des Leuchtstoffwerkes eingesetzt. Bis zu seinem Ausscheiden aus dem Leuchtstoffwerk Bad Liebenstein am 31. Mai 1950 war Walter Römhild als Leiter des Physiklabors tätig. Im Juni 1950 wechselte Walter Römhild zum VEB Berliner Glühlampenwerk, zunächst als Entwicklungstechniker im Physiklabor, später als Leiter des Leuchtstofflabors der Forschung und Entwicklung.