Bestandssignatur

4-11-2080

Laufzeit

1693 - 1827

Umfang

2,2 lfm

Findmittel

Online-Findbuch

Inhalt

Die vorliegenden Akten wurden verschiedenen Beständen des Thüringischen Staatsarchivs Meiningen entnommen, um ihren Herkunftszusammenhang wieder deutlich machen zu können. Dies betrifft in erster Linie das Sachsen-Meiningische Amtsgericht Gräfenthal, das Sachsen-Meiningische Amtsgericht Camburg und das Sachsen-Meiningische Amtsgericht Kranichfeld.
Dabei handelt sich vor allem um Justizakten oberer Verwaltungsbehörden, die diejenigen Gebietsteile betreffen, die bis 1826 zum Herzogtum Altenburg gehörten, und aus der Saalfelder Landesportion bzw. dem Fürstentum Saalfeld unter den Herzögen von Sachsen-Coburg-Saalfeld, über die die Landeshoheit bis 1805 bei Sachsen-Altenburg lag.
Für die Landesportion Saalfeld bestand in Saalfeld als besondere Mittelbehörde die Geheime Kanzlei, in der zwei Räte tätig waren. Sie führte die Aufsicht über die dortigen Behörden und unterstand sowohl dem Geheimen Ratskollegium in Coburg als auch dem in Gotha als für das Fürstentum Altenburg seit 1672 zuständigem obersten Landeskollegium. Als nachgeordnete Behörden sind die Ämter Saalfeld, Gräfenthal und Probstzella sowie die kanzleisässigen Städte Saalfeld und Pößneck sowie die Rentämter in Saalfeld und Gräfenthal, die Amtseinnahme in Probstzella, ein Floßamt, ein Geleitsamt, Waldzinseinnahmen, Hilfsgelderkassen und weitere Spezialbehörden anzusehen.
1802 wurde durch Sachsen-Coburg-Saalfeld die Geheime Kanzlei in eine Landeshauptmannschaft umgewandelt. Erster Chef dieser Behörde wurde Albrecht Anton Adolph Hofmann, der aber bereits 1803 zum Kanzler in Coburg berufen wurde.