Bestandssignatur

4-12-406

Laufzeit

1488 - 1923

Umfang

40,6 lfm

Findmittel

Online-Findbuch

Inhalt

Das Amt, seit 1829 Verwaltungsamts- bzw. Landgerichtsbezirk Camburg ging im Zuge des Erbteilungsvertrags vom 12. November 1826 vom Herzogtum Sachsen-Gotha-Altenburg an das Herzogtum Sachsen-Meiningen über. Es bestand aus dem alten Amt Camburg mit den Orten Abtlöbnitz, Camburg, Crauschwitz, Döbrichau, Eckolstädt, Kleingestewitz, Kleinprießnitz, Neusulza, Schleuskau, Schmiedehausen, Sieglitz, Tultewitz, Weichau, Wichmar, Würchhausen, mehreren Wüstungen sowie den Rittergutsdörfern Crölpa, Döbritschen, Kaatsche, Leislau, Löbschütz, Münchengosserstädt, Posewitz, Roda, Rodameuschel, Schieben, Schinditz, Stöben, Tümpling, Wonnitz, Würchhausen, Zöthen und aus der sog. eisenbergischen Niederpflege mit den Orten Aue, Boblas, Graitschen, Heiligenkreuz, Janisroda, Casekirchen, Cauerwitz, Köckenitzsch, Molau, Neidschütz, Prießnitz, Seidewitz, Seuselitz, Thierschneck und Utenbach sowie der vom alten Amt Kahla abgetrennten Parzelle Lichtenhain. Es bildete eine ca. 30 km vom eigentlichen Staatsgebiet Sachsen-Meiningens entfernte Exklave mit einem Unmfang von 125 qkm, in der 1860ca. 8900 Einwohner lebten. Sie war im Norden und Osten von preußischem, im Süden von weimarischem Gebiet umgeben.
Für den Bezirk des Amtes Camburg wurde im Jahre 1829 das Land- und Stadtgericht Camburg mit den Befugnissen eines Kreisgerichtes errichtet und dieses 1850 in eine Kreisgerichtsdeputation des Kreisgerichts Saalfeld unter Beibehaltung der Bezeichnung Landgericht umgewandelt. Bis 1869 blieb die Gerichtsbehörde mit dem Verwaltungsamt in Personalunion vereint. 1879 wurde die Justizorganisation im Deutschen Reich vereinheitlicht, und so wurde aus der als Landgericht bezeichneten Kreisgerichtsdeputation Camburg das Amtsgericht, das von einem aufsichtsführenden Amtsrichter geleitet wurde, dem zeitweilig ein weiterer Richter oder ein Referendar, ein Sekretär und ein Gerichtsvollzieher zur Seite standen. Es wurde nach 1921 im Thüringischen Amtsgericht Camburg fortgesetzt und 1949 aufgelöst.
Der Bestand enthält zahlreiche Akten der Vorläuferbehörden des Amtsgerichts Camburg.