Laufzeit

1908 - 2010

Umfang

29 lfm (1064 AE)

Findmittel

Online-Findbuch

Inhalt

Übernahme
Nach persönlicher Vorsprache von Frau Hawich, GF TWA, und Herrn Rockmann, RSC-Leiter der IHK Erfurt/Nordhausen, beim Geschäftsführer Herrn Aribert Kupsch, erhielt das TWA die Genehmigung, das alte Archiv, das in einem ungenutzten und (mit Brandschaden) leerstehenden Betriebsgebäude lagert, mit Ausnahme der Personalakten zu übernehmen. Mit Frau K. Weiß (Vorstand TWA/ThHStAW) wurden die zu übernehmenden Aktenbereiche ausgewählt. Die Akten waren durch die Löscharbeiten am Haus und durch die zum Teil offenstehenden bzw. defekten Fenster und Türen zum einen feucht und zum anderen auch durch Regenwasser, Staub und Kellertiere beschädigt. Zum Teil wurde Schimmel festgestellt. Im September/Oktober 2012 übernahm dann das TWA von der GP Günter Papenburg AG, BT Nordhausen, 49 Kartons Aktenmaterial in Stehordnern und Mappen als Schenkung. Der Bestand ist unter der Zugangsnummer 51/2012 akzessioniert und als U 014 GP Günter Papenburg AG NOBAS-HBM, Betriebsteil Nordhausen in die Tektonik des TWA eingeordnet worden. Weitere Abgaben sind zu erwarten. Die Übergabe wurde am 18. Oktober 2013 vertraglich bestätigt.

Ordnung und Verzeichnung
Die Erschließung des Bestands erfolgte im September und Oktober 2013 durch Nancy Nowik im Rahmen eines Praktikums. Zunächst wurde nach dem Bär'schen Prinzip fortlaufend jede Akteneinheit in die Archivdatenbank AUGIAS-Express 5 verzeichnet und mit dem Abgabeverzeichnis abgeglichen. Vorarchivische Nummern und alte Archivsignaturen wurden jeweils mit verzeichnet. Der Bestand umfasst 1064 Verzeichnungseinheiten. Im Anschluss an die Verzeichnungsarbeit wurden die einzelnen Bestandseinheiten in eine neu erstellte Systematik für kleine und mittelständische Unternehmen eingeordnet (siehe Inhaltsverzeichnis). Die Klassifizierung erfolgte ungeachtet der jeweiligen Unternehmensform oder des Betriebsteils. Zur Übersicht ist in jeder Verzeichnungseinheit die Provenienz bzw. die schriftführende Stelle mit aufgeführt.

Technische Behandlung
Die Akten wurden im Anschluss an die Verzeichnung in Archivmappen in loser Form umgebettet, mit der Signatur beschrieben und in Archivgutbehältern verpackt. Im Magazin ist der Bestand nach den fortlaufenden Signaturen aufgestellt. Die Entmetallisierung und Foliierung ist in Bearbeitung.

Nutzungshinweise
Die Unternehmensakten stammen zu einem Großteil aus der DDR-Zeit, reichen aber durchaus bis in die jüngste Betriebsgeschichte. Es wurde die Allgemeine Schutzfrist von 30 Jahren nach Aktenschließung entsprechend § 17 Abs. 1 Satz 1 ThürArchivG zugrunde gelegt. Die Zitierweise lautet: TWA Bestellnummer [U 014-...].

Unternehmensgeschichte
Die Firma geht zurück auf die Gründung der Kupfer- und Messingschmiede Kropff &Co. von Oskar Kropff in Nordhausen, Unter den Weiden, die 1885 in die zu diesem Zweck gegründete Firma Schmidt, Kranz &Co. KG überging. In die Firma Schmidt, Kranz &Co. ging 1892 noch einen weitere Firma ein, die Nordhäuser Maschinenfabrik und Eisengießerei L. Grassmann, Nordhausen Ullrichstr. 1/2. Das Unternehmen wurde 1947 zum landeseigenen Betrieb (LEB) und 1948 in Volkseigentum überführt. Es firmierte nun als Maschinenbau Nordhausen, vormals Schmidt, Kranz &Co., VEB. Es wurde mit dem ehemaligen Dannertwerk Nordhausen (Darrweg) fusioniert und 1949 an die ehemalige "MABAG" angegliedert (als Werk III). Ab 1949 firmierte es als VEB ABUS Maschinenbau Nordhausen (eingegliedert in VVB ABUS Halle). Ab 1953 firmierte das Unternehmen als VEB Maschinenbau Nordhausen und ab 1956 als VEB Schwermaschinenbau NOBAS Nordhausen (mit 3 Werken: 1. Hauptwerk Uferstr., 2. Darrweg, 3. Rothenburgstr. 13/15). Es gehörte zuletzt dem Kombinat Baukema Leipzig an. 1990 firmierte der Nordhäuser Betrieb als NOBAS AG, dann als GmbH und Treuhandbetrieb. 1994 erfolgte die Privatisierung durch Verkauf der NOBAS an die Hallesche Baumaschinen AG Halle, die zur GP Günter Papenburg AG gehört. 1995 wurden die Standorte Halle und Nordhausen zusammengeschlossen zur HBM/NOBAS GmbH.