Vorwort
Ende des 19. Jahrhunderts gab es in den beiden Fürstentümern Schwarzburg weder staatliche noch kommunlae Eichämter. Erst zum 1. April 1912 wurden laut Staatsvertrag je ein staatliches Eichamt in Rudolstadt und Sondershausen gegründet, wobei das Eichamt in Rudolstadt für beide Oberherrschaften, das in Sondershausen für beide Unterherrschaften zuständig war. Schließlich wurden durch einen weiteren Staatsvertrag die beiden gemeinschaftlichen Eichämter aufgehoben und für beide Staaten ein Eichamt in Arnstadt errichtet. Dessen Eichaufsichtsbehörde war der Preußische Eichungsinspektor in Magdeburg. Zum 1. April 1922 wurde das Eichwesen im Land Thüringen neu organisiert. Eichaufsichtsbehörde für das ganze Land wurde die Eichinspektion in Altenburg. Doch bereits zum 1. April wurde in Ilmenau das Landesamt für Maße und Gewichte gegründet, das seit 1. April 1930 unter der Bezeichnung "Obereichamt" firmierte.
Das Eichamt Arnstadt firmierte vom 1. April 1922 bis 1. April 1924 als Thüringisches Eichamt Arnstadt mit einem Nebeneichamt in Saalfeld. Mit der Gründung des Landesamts für Maße und Gewichte in Ilmenau, das für einen bestimmten Sprengel die Funktion eines Eichamts wahrnahm, wurde das Eichamt Arnstadt zum Nebeneichamt, das wie das Nebeneichamt in Saalfeld dem Landesamt in Ilmenau zugewiesen war.
Bearbeitung
Die Unterlagen wurden zunächst in das Landesarchiv Arnstadt abegegeben, das 1929 aufgelöst wurde. Die Unterlagen wurden im Landesarchiv Rudolstadt mittels Karteikarten erschlossen. Diese Karteikarten wurden 2016 retrokonvertiert.