Preface
Institutionsgeschichte
Die 1683 neu gebildete Hofkapelle verfügte bereits zu Beginn des 18. Jahrhunderts über einen umfangreichen Bestand von Musikalien, der jedoch beim Schlossbrand 1735 größtenteils verloren ging, sodass die ältesten Quellen des Bestandes vornehmlich aus der Mitte des 18. Jahrhunderts stammen. Die Fürstliche Hofkapelle, die in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts neu aufblühte, bestand als Konzert- und Theaterorchester bis 1918 und wurde nach Bildung des Landes Thüringen als Landeskapelle bzw. Theaterorchester Rudolstadt weitergeführt.
Einen Schwerpunkt der Sammlung bilden Opern, Singspiele, Vaudevilles, Konzerte für Soloinstrumente und Orchester, Sinfonien, Partiten, Ouvertüren, Orchesterstücke, Zwischenakts- und Schauspielmusiken, Kammermusik, Kantaten und Chöre, Klavier-, Cembalo- und Orgelmusik, Märsche und Tänze, Harmoniemusik und Geistliche Musik.
Weitere Unterlagen der Hofkapelle befinden sich im Bestand 5-12-1025 "Hofkapelle Rudolstadt Akten".
Bearbeitungsgeschichte
Die Erschließung erfolgte durch Dr. Axel Schröter in den Jahren 2000 bis 2004 auf der Grundlage eines von Dr. Ute Omonsky erstellten Konzepts. In der hier vorgelegten “Verfilmungsliste” wurden lediglich die Komponistennamen, Einordnungstitel, Datierung und andere grundlegende Angaben ausgewiesen. Die sehr viel tiefer gehenden musikwissenschaftlichen Angaben (die neben der buchstabengetreuen Wiedergabe der historischen Titel und der Beschreibstoffe umfassen) wurden in die Verfilmung jedes einzelnen Archivales einbezogen und sind dort greifbar. Für die Erstellung des hier vorgelegten Verzeichnisses wurden lediglich offensichtliche Tippfehler des Bearbeiters korrigiert.
Frau Brigitte Lohner ist für technische Vorbereitung der Verfilmung, insbesondere für die Folierung der Archivalien zu danken.
Rudolstadt im Herbst 2005
gez.
Dr. Uwe Grandke
Oberarchivrat
Nachtrag
Im Frühjahr 2023 wurde der Bestand, welcher vorher nur in einer gut recherchierbaren Access-Datenbank vorlag, in das AFIS des Staatsarchivs Rudolstadt integriert. Dafür wurde ein eigenes Formular erstellt, um möglichst viele Informationen aus der Datenbank bzw. der Erschließung der 2000er Jahre zu übernehmen. Zusätzlich wurde für jeden Eintrag - falls vorhanden - eine Notenincipits als PDF-Datei angefügt. Dabei handelt es sich meist um kurze Ausschnitte oder den Anfang des jeweiligen Musikstücks in Notenumschrift. Ebenfalls wurde der Verweis zum Répertoire International des Sources Musicales (RISM) hinzugefügt, welcher allerdings ebenfalls nur bei wenigen Stücken vorhanden ist. Einige grammatikalische Fehler wurden ebenfalls bereinigt.
Rudolstadt Sommer 2023
gez.
Doreen Muster, M.A.
Archivmitarbeiterin