Preface

Der Bestand Großherzogliches Hausarchiv A XXI beinhaltet den angereicherten Nachlass des Prinzen Friedrich Ferdinand Constantin von Sachsen-Weimar und Eisenach.
Constantin kam am 8. September 1758 als Sohn des einen Monat zuvor verstorbenen Herzogs Ernst August II. Constantin von Sachsen-Weimar und Eisenach und seiner Gemahlin Anna Amalia, geb. Prinzessin von Braunschweig-Wolfenbüttel, zur Welt. Gemeinsam mit seinem ein Jahr älteren Bruder, Herzog Carl August, erfuhr er eine umfassende Ausbildung. Zuletzt wurde ihm dabei der Dichter und frühere preußische Major Carl Ludwig von Knebel als Erzieher zur Seite gestellt. Constantin entfloh früh dem Weimarer Hof, zunächst nach Tiefurt, später nach Italien, Frankreich und England. Im Jahre 1784 trat Constantin der kursächsischen Armee bei, wo er es zum Generalmajor brachte. Im Koalitionskrieg gegen Frankreich nahm er gemeinsam mit seinem Bruder an der Belagerung von Mainz teil. Am 6. September 1793 verstarb Prinz Friedrich Ferdinand Constantin von Sachsen-Weimar und Eisenach in Wiebelskirchen nach kurzer Krankheit.

Der lediglich 11 Bände umfassende Bestand beinhaltet nur wenige Dokumente von der Hand Constantins. Hervorzuheben ist hierbei das Reisetagebuch von 1781 bis 1783 (Nr. 1). Für die Forschung ist deshalb die Heranziehung korrespondierender Bestände wie das Großherzogliche Hausarchiv A XVIII und A XIX, Fürstenhaus und der Nachlass Carl Ludwig von Knebel im Goethe- und Schiller Archiv Weimar unabdingbar.

Das von Carl August Hugo Burkhardt 1874 erstellte Findbuch wurde in Zusammenarbeit mit dem Sonderforschungsbereich 482, Teilprojekt A1 unter Anleitung von Frau Stefanie Freyer 2008 retrokonvertiert. Im Anschluss fand eine Überarbeitung durch Archivrätin Dr. Katja Deinhardt statt.

Weitere Literatur:

- Carl August Hugo Burkhardt, Art. Constantin Friedrich Ferdinand, in: ADB, Bd. 4, Leipzig 1876, S. 451-452.
- Volker L. Sigismund, Ein unbehauster Prinz. Constantin von Sachsen-Weimar (1758- 1793. Der Bruder des Herzogs Carl August - Eine biographische Skizze, hrsg. von der Ortsvereinigung Hamburg der Goethe-Gesellschaft in Weimar. Jahresgabe 1984/1985, Hamburg [1984].


Der Bestand ist beispielhaft wie folgt zu zitieren:
Thüringisches Hauptstaatsarchiv Weimar, Großherzogliches Hausarchiv A XX Nr. 1.
Als Abkürzungen für das Archiv können ThHStAW oder ThHStA Weimar verwendet werden.

Weimar, den 23. Dezember 2010

gez. Deinhardt