Bestandssignatur

5-95-1003

Laufzeit

1945 - 1952

Umfang

0,7 lfm Akten (28 AE)

Findmittel

Online-Findbuch

Inhalt

In Thüringen fand die Vereinigung zwischen den Provinzorganisationen der KPD und der SPD zur SED auf dem Parteitag am 7. April 1946 in Gotha statt. Zu paritätischen Vorsitzenden wurden Werner Eggerath (KPD) und Heinrich Hoffmann (SPD) gewählt. In den Landkreisen, kreisfreien Städten sowie den Orts- und Betriebsgruppen waren bereits im Vorfeld des Parteitages Vereinigungskonferenzen durchgeführt worden. Die Vereinigung zur SED wurde von vielen Funktionären und Mitgliedern beider Parteien einerseits als Lehre aus dem zweiten Weltkrieg verstanden, galt doch die fehlende Aktionseinheit der beiden Arbeiterparteien als eine wesentliche Ursache für die Machtübernahme durch die NSDAP im Jahr 1933. Andererseits erzwang der sowjetische Repressionsapparat durch rigorose Verfolgung sozialdemokratischer Einheitsgegner diesen Prozess.
In der Landesleitung und in den Kreisvorständen der SED wurden Abteilungen und Referate für Wirtschaft, Landwirtschaft, Arbeit- und Sozialfürsorge, Verwaltung- und Kommunalpolitik, Parteischulung, Kultur und Erziehung, Werbung, Presse und Rundfunk, Organisation sowie Frauen- und Jugendarbeit eingerichtet.
Ein Schwerpunkt der Arbeit der Landesleitung war der Aufbau von Grundorganisationen in den Betrieben sowie staatlichen Verwaltungen und Einrichtungen.
Nachdem die II. Parteikonferenz der SED 1952 die Auflösung der Länder der DDR und damit der föderalen Struktur beschlossen hatte, entstanden in Thüringen die Bezirke Erfurt, Gera und Suhl. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung geschaffen, den Staatsapparat politischen Interessen und Zielen der SED unterzuordnen.

Inhalt

Protokolle. - Wahlen. - Blockparteien. - Kirchenfragen. - Mitglieder und Kandidaten. - Presseinformationen. - Sommerferienaktion. - Kulturpolitik.