Kontakt

Postanschrift

  • Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Meiningen
  • PF 100654
  • 98606 Meiningen

Dienstanschrift

  • Landesarchiv Thüringen - Staatsarchiv Meiningen
  • Schloß Bibrabau
  • 98617 Meiningen

Öffnungszeiten

Staatsarchiv Meiningen Schloss Bibrabau

Mo, Mi und Do 8.00-16.00 Uhr
Di 8.00-18.00 Uhr
Fr geschlossen


Archivdepot Suhl

Aus personellen Gründen ist ab dem 22. Juli 2019 keine Archivalienbenutzung im Archivdepot Suhl möglich. Archivalien die in Suhl aufbewahrt werden, können in Meiningen mit Voranmeldung (mindestens 7 Werktage vorher) eingesehen werden. Diese Regelung ist bis auf Weiteres in Kraft.

Archivleiter/in

N. N.


  • 13.033,2 lfm, 10.102 Urkunden und 33.431 Karten

    Bestand

  • 1119-2014

    Laufzeit


Archivgeschichte

Das Staatsarchiv Meiningen wurde 1923 zunächst als historisches Archiv für die Behörden des 1920 im Land Thüringen aufgegangenen Herzogtums Sachsen-Meiningen gegründet. Seinen Grundstock bildete das Geheime Archiv der Herzöge von Sachsen-Meiningen, dem man die Behördenarchive und Registraturen der aufgelösten Ministerialabteilungen angliederte.
Erweitert wurde dieser Grundstock um die Unterlagen des 1660 gebildeten Gemeinschaftlichen Hennebergischen Archivs (GHA), in dem der unteilbare Bestand der nach dem Aussterben der Grafen von Henneberg (1583) in Meiningen zusammengeführten Archivalien verblieb, dem schließlich auch nach Altenburg, Gotha, Weimar und Magdeburg gelangte Teilbestände wieder angegliedert werden konnten.
Größere Zuwächse erhielt das Staatsarchiv nach 1945, als die Bestände der Kreisbehörden Meiningen, Hildburghausen und Sonneberg sowie der in diesem Gebiet liegenden Amtsgerichte übernommen wurden. In dieser Zeit fiel auch die Übernahme der zumeist durch die Bodenreform herrenlos gewordenen Guts- und Schlossarchive. Nach Auflösung des Landes Thüringen und der Bildung des Bezirkes Suhl 1952 war das Staatsarchiv Meiningen für die Sicherung der Überlieferung der bezirklichen Verwaltungseinrichtungen und staatlichen Betriebe des Bezirkes Suhl (bis 1990) verantwortlich. Ergänzt wurde das Spektrum der Bestände im Laufe der Jahre durch eine Reihe von Nachlässen und Akten von Organisationen.
Das Staatsarchiv wurde 1951 in Landesarchiv (unter dem Landeshauptarchiv Weimar) umbenannt. In der Archivorganisation der DDR wurde das Landesarchiv Meiningen 1965 als Staatsarchiv für den Bezirk Suhl verselbständigt.
Ende der 1980er Jahre waren die Magazinreserven des Staatsarchivs erschöpft, sodass die durch den gesellschaftlichen Umbruch in der DDR bedingte Flut von Aktenmassen aufgelöster Behörden und Wirtschaftsbetriebe nur durch den Auf- und Umbau eines Depots in Suhl (ehemalige Haftanstalt des Ministeriums für Staatssicherheit) kanalisiert werden konnte.
Nach der Neugründung des Freistaates firmierte es seit 1991 als Thüringisches Staatsarchiv Meiningen.
Von 1990 bis 1994 erstreckte sich die Zuständigkeit des Staatsarchivs Meiningen auf die nachgeordneten Behörden und Gerichte des Landes Thüringen und des Bundes im Bereich der südthüringischen Kreise Bad Salzungen, Ilmenau, Hildburghausen, Meiningen, Neuhaus, Schmalkalden, Sonneberg, Suhl-Stadt und Suhl-Land. Nach erfolgter Kommunalreform ist das Staatsarchiv Meiningen seit 1994 für die Landkreise Schmalkalden-Meiningen, Hildburghausen, Sonneberg, Wartburgkreis und die kreisfreien Städte Eisenach und Suhl zuständig.
Mit Gründung des Landesarchivs Thüringen im Juli 2016 verlor das Staatsarchiv Meiningen seine Selbständigkeit und bildet nun die Abteilung 4 des Landesarchivs Thüringen.
Insgesamt verwahrt das Staatsarchiv Meiningen heute an den Standorten Meiningen und Suhl ca. 13.000 Regalmeter Akten, über 10.000 Urkunden, ca. 33.000 Karten und Pläne, ca. 60.000 Fotos sowie etwa 38.000 Bände der Dienstbibliothek.